Gartenbau
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| 2./3. Klasse |
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| 6. Klasse |
Die 1. Kl. pütschert ein bisschen in den Beeten vor dem Klassenraum herum.
Die 2./3. Kl. und die 4./5. Kl. haben Gemüsebeete. Der Klassenlehrer der 2./3. Kl. hat schon als Kind mit seinem Vater die Böden bestellt (anstatt zur Schule zu gehen), und weiß daher, was er tut. Allerdings ist er mit seinem Epochenunterricht bereits derart gefordert, dass er keine Zeit hat, irgendetwas für den Garten vorzubereiten. Als Saatgut gibt es nur Radieschen. Daher werden Radieschen gesät. Da er hier sicheres Terrain vor sich hat, fragt er mich auch nicht um Hilfe. Ich stehe also eher nur daneben.
Der 6. Klasslehrer ist auch nur 3 Jahre zur Schule gegangen und musste danach seinem Vater auf dem Feld helfen. Er weiß also auch was er tut. Er versucht eine neue Fläche vor dem 6.Klasszimmer zu schaffen. Mit 6 Schülern gräbt er einmal im der Woche tausende von kleinen und großen Steinen aus dem Boden, den einer dieser vielen Vulkane mal hierher geschleudert hat. Eine mühsame Aufgabe, bei der er meine Hilfe eigentlich auch nicht benötigt.
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| 2./3. Klasse |
Meine Verständigungsschwierigkeiten wegen des immer noch nicht perfekten Spanisch sind dabei für mich weniger das Problem als die mangelnden Geräte. Es gibt weder Spaten noch Grabegabeln! Wir haben 3 Schaufeln, die man ein bisschen wie Spaten benutzen kann, da sie nicht abgeplattet sind und ansonsten noch 3 Kindergartenspielzeugspaten. Der "(all)gemeine" Guatemalteke, bzw eventuell auch nur die Mayas - ich weiß es nicht so genau - benutzt eine Spitzhacke, die auf einer Seite spitz, auf der anderen Seite etwas flacher ist, dazu schwer und eben eine Hacke. Es gibt auch noch 3 Kinderhacken, mit denen lockern die Kinder die Beete.
Dieses Problem kann ich aber auf die Schnelle nicht lösen. Erstens müsste man zur Beschaffung anderer Geräte sicherlich in die Hauptstadt fahren, wo es so gut wie als gibt. Zweitens fehlt es an Geld.
Noch ist das nötige Geld, um am Ende des Schuljahres auf eine positive Bilanz zu kommen, noch nicht drin. Allerdings fast, unter anderem durch die Spenden zu meinem Geburtstag! Da sind inzwischen 470 € eingegangen! Vielen, vielen Dank!
Trotzdem auch hier noch mal der Aufruf: Wer zu Weihnachten etwas sinnvolles verschenken will, kann gerne einen "Bildungsgutschein" basteln und über die Freunde der Erziehungskunst Geld an die Schule überweisen. Denn bevor nicht die Gehälter (ca 500 -600 €/Monat) gesichert sind, werde ich bestimmt nicht auf die Idee kommen, die Anschaffung von Geräten vorzuschlagen.
Ein wirkliches Highlight ist die Ackerbauepoche mit Erwin, 2./3. Klasse.
Auf einem Grundstück seiner Eltern, rund um einen Bachlauf, der gerade trocken ist, 10 min Fußweg von der Schule, den Berg rauf, hat er mit seiner Klasse Mais angebaut.
Ich bin stark beeindruckt!





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