Montag, 28. November 2016

Francisco y el lobo


Kurz vor dem Schuljahresende führt die 2. und 3. Klasse die Legende von Franz von Assisi und dem Wolf in einem kleinen Klassenspiel auf. Diese Arbeit habe ich drei Wochen lang intensiv begleitet.


Nach der Aufführung feiern die Eltern mit der Klasse und dem Klassenlehrer das Schuljahresende. Dazu gibt es auch die in Guatemala für Festtage typischen Tamales, in Bananenblätter eingewickelte Maispampe mit Hühnchen und Tomatensoße.


Sonntag, 27. November 2016

Video zum Schuljahresabschluss

Die Lehrer und Kindergärtnerinnen und Büroleute eröffnen mit einem Lied.

Schuljahresabschlus

Am letzten Schultag durfte ich an einer wirklich schönen Abschluss Feier teilnehmen. es war ein bisschen wie eine Monatsfeier. Jede Klasse hat etwas vorgeführt, die Handarbeitssachen und Epochenhefte wurden ausgestellt.
Die 6. Klasse wurde feierlich verabschiedet. Sehr bewegend. hier einige Eindrücke.
1. Klasse 

2./3. Klasse 

6. Klasse 
Handarbeit 

1. Klasse 

4./5. Klasse, englisches Theater
Verabschiedung 6. Klasse

6. Klasse Verabschiedung


Samstag, 26. November 2016

Transport und Verkehr

Diesen post will ich schon lange schreiben.
Und bevor ich jetzt mit Christian, der gerade im Flieger auf dem Weg  hierher sitzt, auf Reisen gehe, schicke ich ihn noch schnell los.

Aufgehört habe ich den letzten Post mit einem Bild von Steinblöcken, die die einzige Zugangsstraße zum Teil versperren.
Im Vergleich zur Zeit als ich das letzte Mal hier war, hat sich das Straßennetz, der Straßenbelag und die Anzahl von motorisierten Fahrzeugen stark erhöht. Aber sehr viel wird, vor allem von der indigenen Bevölkerung, nach wie vor getragen, vor allem die Bergpfade hinauf und hinunter.

Auf dem Rücken
Von den Frauen im Tuch oder Korb mit Tuch umwickelt auf dem Kopf oder auf dem Rücken.

Mit Stirnriemen
Von den Männern auf dem Rücken in Säcken oder mit Bändern zusammen geschnürt, immer mit einem Trageriemen, der von der Stirn gehalten wird. 

Ihr könnt euch sicher sein, dass sämtlicher Kaffee, den ihr aus Guatemala trinkt, so die Berge hinunter geschleppt wurde. Denn genau da wächst der Kaffee und da gibt es gar keine Straßen. Also selbst, wenn man ein Auto hätte, würde einem das nichts nützen. 
Bewegt man sich aber auf den Straßen, sieht das so aus. 
Tuktuk, das Taxi, Hauptverkehrsmittel auf den Straßen um den See herum. 

Öffentlicher Pick-Up Transport als Bus sozusagen

Privater Pick-Up mit 3 Plätzen vorne und vielen hinten für die Großfamilie 

Shuttle, der bequemere Bus für den Touri

Die Camionetta oder inzwischen auch von den Touris nur noch chickenbus genannt, der normale Bus, der zu Zeiten so voll gepackt sein kann, dass auf jeder Bank, die ursprünglich für zwei Schüler gedacht war, durchaus 5 Personen sitzen können (3 Erwachsene und 2 Kinder). Das Gepäck oben drauf, aber lebende Hühner doch eher im Bus. 
Bei ganz genauem Hinschauen sehr ihr den Packer oben auf dem Bus. Er ligt zwischen den Wollsäcken. 

Die Lancha, am Lago das Transportmittel Nummer 1, um von einem Dorf zum anderen zu kommen. 

Vulkane und Erdbeben II


Sonnenaufgang über dem Lago Atitlan 

Fuego, ständig aktiv

Zehn Tage habe ich nicht geschrieben. Jetzt  kommen ein paar posts hinter einander.

Letztes Wochenende habe ich gleich zwei tolle Ausflüge gemacht.
Am Freitag morgen bin ich zum Sonnenaufgang einen Berg hoch geklettert, der hier Indian nose genannt wird. Von dort kann man über den ganzen See schauen und die Sonne hinter den Vulkanen aufgehen sehen. Anna und ich sind um 4:30 Uhr los, erst mit dem tuktuk 40 min bergauf nach Santa Clara, dann 30 min im Dunkeln den Berg hoch kraxeln. Zum Glück schien der Dreiviertelmond! Und dann auf die Sonne warten. Das war eine tolle Stimmung.

Marshmallows grillen auf dem PACAYA

Am Montag sind wir dann auf einen der aktivsten Vulkane der Welt geklettert. Pacaya
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich vorher ganz schön Schiss. Denn das letzte Mal als ich am PACAYA war, 1989, hat er gerade Lava 2 km in die Höhe gespuckt. 2010 hat er mit einer plinianischen Eruption (Vesuv, Pompeji) die Hauptstadt Guatemalas lahm gelegt und die Dörfer am Fuße des Vulkans zerstört, 2014 ist er das letzte mal ausgebrochen.
Aber da es ein Nationalpark ist und man nur mit Führer da hoch kann, habe ich mich dann doch getraut.
Und es hat sich gelohnt!

Der Clou: oben kann man dann einfach ein paar Lavabrocken zur Seite schieben, wenn man unempfindliche Hände hat, und dann in dem Loch über der von unten aufsteigenden heißen Luft grillen.

Toller Ausblick auf die Vulkankette beim Aufstieg.

Fuego, aktiv,

Acatenango und Agua.


Pacaya


Erdbeben

Und zum Schluss noch ein Wort zu den Erdbeben. Hier bebt es irgendwie ständig. Zum Glück bis lang nicht so doll wie gerade in Neuseeland. Aber gestern war wohl ein sehr starkes Beben in El Salvador und Melissa, die Schwester von Marissa, hat es auch hier gespürt. Ich aber wieder mal nicht.
Bei einem der letzten Beben, das ich auch nicht gespürt hatte, sind ein paar Felsbrocken auf die Straße gefallen.
Diese Straße ist die einzige Zugangsstraße zu den fünf Dörfern im Nordwesten, Westen und Südwesten des Sees. Seit bestimmt vier Wochen schlängeln sich sämtliche Fahrzeuge an ihnen vorbei.

Dienstag, 15. November 2016

Kulturfestival in Sololá


Kunstausstellung
Am Sonntag war ich mit drei Kolleginnen und Anna auf einem Kulturfestival  in Sololá.
Festival Ruk'ux,
ein Kunst-, Musik-, Theater-Festival der indigenen Bevölkerung.
Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis!





Vulkanausstoß im Hintergrund

Der Ausflug beginnt mit der Bootsfahrt nach Panajachel bei schönstem Wetter und mit dem lebenden Fuego im Hintergrund.
Andrea probiert ihr neues Handy aus. Selfies im Boot. Abenteuer Sololá!



Schokobanano in Sololá

Von Pana aus fährt man mit dem Bus 15 min. die Serpentinen hoch nach Sololá .

Der Park ist stark besucht, von Guatemalteken und von Touristen. Wir bekommen viele gute Beiträge gezeigt,  besuchen das Museum im Turm,  von dem man einen guten Blick auf den See hat und haben viel Spaß miteinander.

Traditionelle Webkunst







Theater


Am Nachmittag kommt immer der Xocomil, der Wind über dem See, und die Bootsfahrt ist nicht mehr so sanft.

Zum Abschluss gab's noch ein Bier im Hostel bei Vollmond, Sonnenuntergang und Vulkanausbruch.

Montag, 14. November 2016

Die Schulküche

In dieser Schulküche entstehen täglich ca 60 Mahlzeiten für die Frühstückspause, die alle Schulkinder umsonst bekommen und anschließend ca 25 Mittagessen. 
Über Theresa, unsere Schulköchin, habe ich ja schon einmal geschrieben, wie sie den Wocheneinkauf für die Schule erledigt. Sie  ist jeden Tag von 7:30-15:00 in der Schule. Ein wenig Hilfe hat sie von Maria, vorne im Bild, von der ich nicht genau weiß, für wie viele Stunden sie angestellt ist. Maria spricht jedenfalls  kein Spanisch, sondern nur Kakchikel. Daher ist die vorwiegende Sprache in der Küche Kakchikel.

Ein Mittagessen kostet 1,25€.
Die ersten Jahre war das Mittagessen im Schulgeld inbegriffen, unter anderem, um allen Kindern ein gesundes Essen zukommen zu lassen.
Seit letztem Jahr ist dies nicht mehr möglich, da das Geld hinten und vorne nicht reicht. Daher essen jetzt nur noch die Kinder, deren Eltern es sich leisten können, ca 20.
Manche Eltern bringen ihren Kindern das Mittag in die Schule. Ob das wirklich billiger ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich ein bisschen.
Denn das Gehalt von Theresa ist garantiert nicht hoch.
Am Nachmittag kommt sie immer noch in das Haus, in dem ich gerade wohne, um dort für die Familie zu kochen.
Der Stundenlohn, der den meisten Indigenas gezahlt wird, die in den Häusern der Weißen arbeiten, beträgt 1,25€.
Das sind immerhin 2,50€ mehr am Tag. ..


Tortillas machen
Ein Geräusch, das ich seit 27 Jahren mit Guatemala verbinde, ist das Klatschen  der Hände beim tortilla machen. 
Neulich durfte ich es auch mal versuchen. Ich  habe auch ein paar geschafft, allerdings waren sie deutlich von den anderen zu unterscheiden, also zu erkennen. Ich  durfte sie dann auch selber essen. haha!  
Ein guatemaltekisches Mädchen fängt ungefähr mit 6 Jahren an, tortillas zu machen. 
Linsenburger umdrehen


Salat waschen

Mittagessen für Theresa und Maria



Donnerstag, 10. November 2016

Zwischen Yoga und Cocktail

"Darfst du auch ein bisschen Nichtstun zwischendurch?"
hat mich neulich jemand gefragt.
Nichtstun ist wahrscheinlich nicht so richtig meins, obwohl ich schon gedacht hätte, dass ich häufiger zum Lesen komme.
San Marcos ist ein Ort, in dem sich außer der Waldorfschule auch alle diejenigen Ausländer angesiedelt haben, die bereits in Indien Yoga gemacht haben, die Massagen anbieten oder Kurse, dieses zu erlernen, ebenso die Arbeit mit Halb-Edelsteinen, Chi Gong, Permakultur, Heilsingen, alles, was man sich vorstellen kann, um sich zu entspannen oder "sich zu finden" oder eine Bedeutung im Leben,  etc..
Ihr seht, ich bin hier richtig aufgehoben. :-)

Ich habe inzwischen einige Yoga Stunden besucht und, wie ihr auf dem Bild seht, auch schon mit Anna Yoga im Garten gemacht.
Während Gottmannsförde im Schnee versinkt, schwimme ich im 20-22 Grad warmen See, sonne mich auf dem paddelboard oder paddel mit diesem auf dem See herum. 

Lago Atitlan
Anschließend gibt es ein Sonnenbad im Garten, oder aber ich gehe tatsächlich zur Schule (das tue ich jeden Tag, an dem Schule ist).

Sonnenuntergang mit Anna
Den Abend verbringe ich meistens zu hause, aber ab und an bin ich auch im nahe gelegenen hostel, um dort einem Konzert zu lauschen, einen lustigen Karaokeabend zu verbringen und Cocktail zu trinken, der hier genauso viel kostet wie ein Bier. 


San Pedro
Cocktails gibt es auch schon am Tag, vor allem am Wochenende, in hostels mit Swimmingpool, einfach cool!

Ophelia
An einem Abend war ich auch schon mit einigen Kollegen im Theater. Das Theater fand allerdings in Xela statt, eine Stadt, die 2Std. Autofahrt entfernt liegt. Die Ophelia wurde von Andrea, einer Kollegin gespielt. 


Und immer wieder Wanderungen durch diese schöne Landschaft.