"Wie bist du eigentlich auf Guatemala gekommen? Ich weiß nicht mal, wo das liegt."
Das bin ich jetzt schon mehr als einmal gefragt worden.
Guatemala ist ein kleines Land südlich von Mexiko, es liegt also in Mittelamerika. Es hat sowohl eine Pazifik Küste, als auch eine Karibik Küste. Mehr südlich grenzen die Länder El Salvador und Honduras an das Land, im Nordosten noch Belize.
Grob kann man sagen, dass sich die Landschaft einteilt in die Küstenregionen, das nördliche Tiefland, geprägt von Regenwald und das südwestliche Hochland, geprägt von Vulkanen und Kaffee-Anbau, aber auch von der hier noch stark vorherrschenden Maya Kultur. Im Norden liegt auch eine der damals größten Maya Städte, Tikal - heute nur noch Ruinen. Die Hochblüte dieser Stadt war um 900 n. Chr.
Nach der Eroberung durch die Spanier im 16./17. Jhd. Sind viele der Mayastämme in das Hochland gezogen. Hier leben viele verschiedene Stämme der Mayas noch heute.
Einige Traditionen sind wohl noch erhalten, vor allem die Kleidung der Frauen und die Sprachen. So ist die erste, also die Muttersprache, oft nicht spanisch! ( obwohl es die offizielle Amtssprache ist)
Auch hier in der Schule reden fast alle, Lehrer wie Schüler, wenn sie privat miteinander reden Kakchikel. Spanisch ist ihre Zweitsprache.
Wie ihr an den Vulkanbildern erkennen könnt, bin ich im Hochland, am Lago Atitlan, der zweit größte See Guatemalas. Diese Gegend war natürlich auch schon im 9.Jhd. von Mayas besiedelt. Die Stadt San Pedro, am Fuße des Vulkans auf dem Photo oben, birgt immer noch archeologische Funde. Erst vor ein paar Jahren hat man auf dem Seegrund, nicht weit vom Ufer, einen heiligen, ritualen Ort gefunden - Samabaj.
Warum wollte ich hierher?
Ich war schon einmal hier, vor 27 Jahren. Schon damals hatte der See ein große Anziehungskraft auf mich. Und auch die Mayakultur faszinierte mich.
Als ich vor ein paar Jahren eine Bildungspatenschaft bei den Freunden der Erziehungskunst suchte, fand ich Juana in der escuela caracol Guatemala, damals die erste und einzige Waldorfschule südlich von Mexiko.
Ich hatte mich innerhalb von einer Minute entschieden, diese Schule unterstützen zu wollen, nicht nur wegen des ähnlichen Namens meines Patenkindes.
Mit den Jahren kam der Wunsch, Juana und ihre Familie, aber auch die hiesige Schule kennenzulernen. Tja, und nun bin ich hier und lasse euch mit vielen Blog Einträgen an meiner Erfahrung teilhaben.
Über die Schule kann man auch unter escuelacaracol.org lesen.
Weitere Bildungspatenschaften kann man bei freunde-waldorf.de übernehmen. Aber dazu mehr in einem späteren Blog.



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