Montag, 9. Januar 2017

Pazifikküste, Isla Del Tigre

El Tigre
Honduras hat keine Vulkane, hat Marissa behauptet. Stimmt aber nicht. Honduras hat sogar 4 Vulkane, hat uns Google verraten. Zwei davon erkennt man nun wirklich nicht mehr als Vulkan, zwei aber liegen an der sehr kleinen Pazifikküste Honduras. El Tigre ist einer davon, der auf der gleichnamigen Insel liegt. Dort waren wir, Marissas Familie und ich, am Wochenende. Allein der schwarze Sand verrät uns schon den Ursprung der Insel, die in einer fast geschlossenen Bucht liegt und von El Salvador und Nicaragua eingeschlossen wird.
Und so schauen wir am Playa Grande auch unentwegt auf den Vulkan Miguel, der aber bereits in El Salvador liegt.
Wir haben angenehme 37 Grad und auch das Wasser ist badewannenwasserwarm, also entspricht der Lufttemperatur.
Ich könnte den ganzen Tag auf dem Rücken im Wasser liegen umringt von fischenden Pelikanen und Fregattvögeln, die in nur einem Meter Abstand an einem vorbei fliegen. Ein unglaubliches Erlebnis.
Ich konnte mich gar nicht satt sehen an diesen tollen Vögeln.

Vor allem wie die Pelikane mit dem Kopf voran ins Wasser stürzen. Ich glaube, ich habe tausend Fotos gemacht, aber die meisten wieder gelöscht und dann doch lieber das Naturschauspiel beobachtet.
Rechts im Bild: Roberto und Mateo
Pelikane
Fregattvogel

Wir saßen den ganzen Tag am Strand, die Kinder haben im Sand gespielt und zu essen gab es gebratenen  Fisch - was sonst. Heute habe ich dann noch die Spezialität Minuta kennen gelernt. Mit einem Metallschaber wird Eis von einem Block geschabt, dann mit einem Plastikbecher als Türmchen in einen anderen Plastikbecher gefüllt und mit zähflüssigem Fruchtsirup und Kondensmilch und Honig übergossen. Während das Eis in der Hitze langsam schmilzt, kann man es mit dem Strohhalm genießen. 
 Abends waren immer noch angenehme 29 Grad. Und ich habe mich gefragt, warum ich eigentlich in Deutschland lebe und nicht in einem solchen Klima, in dem ich mich einfach nur wohl fühle. 

Immer schön viel trinken
Im Gegensatz zu allen anderen stört mich die Wärme auch in der Nacht nicht und ich habe weder mit Ventilator noch mit Klimaanlage geschlafen. Das wäre mir viel zu laut. Auf der Rückfahrt heute hatten wir sagenhafte 45 Grad, was die Honduraner vor lauter Schreck aber nur dazu veranlasst hat, die Klimaanlage im Auto noch kälter zustellen, so dass ich eingemummelt in Schal und Wolljacke im Aoto saß, während draußen 45 Grad herrschten und Marissa sich schlapp gelacht hat. 
Hier haben wir gewohnt, privat

Fischerboote am Strand 


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